„Die Dast“ ist einer dieser Orte, die sich wie ein gut gehütetes Geheimnis anfühlen – obwohl sie direkt vom Dorf aus erreichbar sind. Unten wirkt Brochterbeck ruhig und idyllisch. Doch nur ein kurzer Anstieg später stehen Sie oben am Waldrand, wo der Wind freier weht, der Horizont weiter wird – und Sie spüren: Hier zeigt der Teutoburger Wald Charakter.
Die Dast ist dabei nicht nur ein Name, den man im Ort kennt. Sie ist auch ein perfekter Einstieg in Brochterbecks schönste Kurzrunde – inklusive Aussichtspunkt, Wetterpilz, Hermannsweg und dem Naturdenkmal Drei-Kaiser-Stuhl.
Was genau ist „die Dast“?
Ganz praktisch ist „Dast“ der Abschnitt, auf den Sie laut der offiziellen Ortsbeschreibung bei der Runde „Rund um den Kleeberg“ abbiegen: Vom Dorfplatz geht es über Moorstraße, am Dorfteich vorbei, über den Kleeweg – und dann an der Gabelung rechts auf die „Dast“.
Damit ist die Dast für viele das, was man sich wünscht: ein kurzer Weg hinaus aus dem Ort – hinein in Aussicht, Wald und Weite.
Warum die Dast ein echter Brochterbeck-Geheimtipp ist
1) Aussicht, die man so nah am Ort nicht erwartet
Am westlichen Kleeberg führt der Weg „am Südhang entlang“ mit herrlichen Ausblicken ins Münsterland – bei klarem Wetter sogar mit Fernsicht bis Münster.

2) Drachenwiese inklusive
Auf der Dast liegt das Gelände des Drachenvereins „Höhenwahn“ – hier ist ganzjährig Drachensteigen möglich. Das ist nicht nur für Familien schön, sondern auch einfach ein besonderer Moment: viel Himmel, viel Wind, viel Freiheit.
3) Felskulisse zum „Upgrade“: Dörenther Klippen & Bocketal in Reichweite
Wer nach der Dast-Runde mehr will, findet in der Umgebung eine der eindrucksvollsten Felslandschaften im Teutoburger Wald: die Dörenther Klippen, ein etwa 4 km langes Band bizarrer Felstürme aus Sandstein (inkl. „Hockendes Weib“).
Der Einstieg über den Wanderparkplatz „Im Bocketal“ ist dabei ein etablierter Startpunkt.
Mini-Geologie (verständlich, aber spannend): Warum hier überall Felsen „aus dem Wald wachsen“
Die Dörenther Klippen gehören geologisch zum Osning-Sandstein – dem charakteristischen Sandsteinzug, der das „Rückgrat“ des Teutoburger Waldes bildet.
Fachpublikationen beschreiben für den Bereich u. a. Untereinheiten wie Bocketaler Sandstein und Dörenther Sandstein.
Osning-Sandstein wird oft als das „Gold des Teutoburger Waldes“ bezeichnet.
Für Sie als Besucher heißt das: viel Struktur im Gestein, teils schmale Pfade, überraschende Kanten – und eine Landschaft, die auf kleinem Raum sehr „alpines Gefühl“ erzeugt (ohne dass es wirklich hoch hinausgeht).
Die perfekte Kurzrunde ab Ortskern: A3 „Rund um den Kleeberg“ (ca. 3,6 km)
Wenn Sie die Dast erleben möchten, ist diese Runde der ideale Einstieg: kurz, aussichtsreich, abwechslungsreich.
Start: Dorfplatz (Parkplatz)
Route (vereinfacht, genau nach Ortsbeschreibung):
- Vom Dorfplatz links in die Moorstraße
- Am Dorfteich vorbei, an der Kirche rechts hoch dem Kleeweg folgen
- An der Gabelung rechts auf die „Dast“
- Vorbei an Drachenwiese und Aussichtspunkt „Westlicher Kleeberg“
- Weiter in den Wald hinauf zum Wetterpilz
- Am Wetterpilz rechts über den Hermannsweg (Kennzeichnung „H“)
- Vorbei am Naturdenkmal Drei-Kaiser-Stuhl bis zur Straße „Zu den Klippen“
- Über „Zu den Klippen“ und Moorstraße zurück zum Start
Tipp für den besten Moment: Früher Morgen (klare Luft) oder später Nachmittag (weiches Licht auf Landschaft und Waldrand).
Tour-Upgrade: Drei-Kaiser-Stuhl, Bocketalblick & mehr Pfadgefühl
Wenn Sie nach der Dast-Runde noch Lust auf „mehr Wald + mehr Fels“ haben, sind diese Optionen ideal:
Teutoschleifchen „Dreikaiserstuhl“ (Start: Wanderparkplatz „Im Bocketal“)
Der Parkplatz ist gut beschrieben (Anfahrt über A30 Ausfahrt Laggenbeck; weiter Richtung Brochterbeck; Straße „Im Bocketal“).
Dieses kurze Premium-Format ist perfekt, wenn Sie Felsen und Aussicht ohne große Tagesplanung möchten.
Teutoschleife „Dörenther Klippen“
Wenn Sie die berühmten Felsformationen im großen Bogen erleben wollen: Die Teutoschleife führt durch die Klippenlandschaft; als alternativer Startpunkt wird ebenfalls der Wanderparkplatz Bocketal (Tecklenburg-Brochterbeck) genannt.
Praktische Tipps für Ihren Besuch
- Schuhe: feste Wanderschuhe – die Wege können wurzelig/steinig sein, besonders bei Nässe.
- Kinder: an Kanten/Felsen besonders aufmerksam (die Region ist reizvoll, aber nicht „Spielplatz-Gelände“).
- Parken:
- Ortskern: Dorfplatz (ideal für A3-Runde)
- Alternative: Wanderparkplatz „Im Bocketal“ (für Klippen-Abstecher)
- Wind: Auf der Drachenwiese merkt man schnell, warum sie so beliebt ist.
Nach der Runde: Brochterbeck entspannt ausklingen lassen
Brochterbeck ist ein staatlich anerkannter Erholungsort – das passt, denn nach der Tour wirkt selbst ein kurzer Spaziergang durch den Ort wie „Runterkommen“.
Wer noch Zeit hat, nimmt Mühlenteich-Atmosphäre mit und plant die nächste Runde gleich dazu.
FAQ: Häufige Fragen zur Dast in Brochterbeck
Wie komme ich am einfachsten zur Dast?
Über die Runde „Rund um den Kleeberg“: Vom Dorfplatz über Moorstraße/Kleeweg, dann rechts auf die „Dast“.
Gibt es dort wirklich eine Drachenwiese?
Ja. Auf der Dast liegt das Gelände des Drachenvereins „Höhenwahn“, dort ist Drachensteigen ganzjährig möglich.
Ist die Dast gleich die Dörenther Klippen?
Die Dast ist ein hervorragender Einstieg in Aussicht & Waldwege rund um Brochterbeck; die Dörenther Klippen sind die größere Sandstein-Felslandschaft in der Umgebung (mit bekannten Formationen wie dem „Hockenden Weib“).

















